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Für viele sind die USA immer noch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in dem es Tellerwäscher schaffen, Millionär zu werden. Über 2,27 Millionen Deutsche haben das Land 2015 bereist, ein neuer Besucherrekord, der für die Beliebtheit der Vereinigten Staaten in Deutschland spricht. Neben den Karriereperspektiven, die das Land bietet, ist es zudem vielfältig, reich an Natur und Kultur und bedeutet für viele Deutsche immer noch den Traum von einem besseren Leben.

Mehr als 43 Millionen Deutsche leben schon in den USA und es werden Jahr für Jahr mehr. 13.438 Deutsche sind im Jahr 2015 in die USA ausgewandert und suchen in Amerika ihr Glück. Die einen zieht es wegen der Liebe dorthin und viele andere gehen aufgrund eines Jobs in die Staaten. So ist die Steuerlast in den USA geringer als in Deutschland und auch das Gründen einer eigenen Firma ist in den USA wesentlich unkomplizierter.

So klappt’s mit dem Visum

Auswandern in die USA

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Eine Auswanderung in die USA ist mit einigem organisatorischen Aufwand verbunden und sollte gründlich und vor allem rechtzeitig überlegt und geplant werden. Schließlich muss nicht nur die Aufgabe des Wohnsitzes in Deutschland und der Umzug über den großen Teich organisiert werden, was für sich genommen schon jede Menge Aufwand bedeutet. Auswanderer benötigen für den langfristigen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten ein Visum, das noch aus Deutschland beantragt werden muss.

Greencard nennt sich das Einwanderungsvisum für die USA, das eine zeitlich unbefristete Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis bietet. Diese Greencard wird jährlich verlost, im Jahr 2016 freuten sich 532 Deutsche über das dauerhafte Visum für die USA. 55.000 Greencards werden weltweit jedes Jahr verlost. Da es aber zu riskant ist, sich auf die Auslosung des Visums zu verlassen, müssen sich Auswanderer aktiv darum kümmern.

Die beste Voraussetzung für eine Greencard ist ein unterschriebener Arbeitsvertrag eines in den USA ansässigen Arbeitgebers. Auch eine Hochzeit mit einem US-amerikanischen Staatsbürger oder eine Tätigkeit als Investor oder selbstständiger Unternehmer, der in den USA etwas aufbauen will, berechtigen zu einer Greencard.

Welche Visa kommen für eine Auswanderung infrage?

Je nach Vorhaben muss entweder das Visum im Rahmen der Familienzusammenführung oder das Visum für eine Einwanderung durch Investitionen oder eine Arbeitsstelle beantragt werden. Antragssteller müssen natürlich bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

So müssen Unternehmer ein Startkapital von mindestens 50.000 US-Dollar nachweisen und belegen, dass sie Arbeitsplätze für mindestens 10 Arbeitnehmer schaffen wollen. Wer in den USA arbeiten möchte, sollte im besten Fall Akademiker oder Spezialist sein, das erhöht die Chancen auf einen Job, denn wer zum arbeiten kommt wird je nach Qualifikation in verschiedene Kategorien unterteilt. Ungelernte Kräfte, Personen ohne Berufserfahrung und Nicht-Akademiker haben in den USA schlechte Chancen auf einen Job und dementsprechend schon schlechte Aussichten auf eine Greencard.

Was für die Familienzusammenführung erforderlich ist

Wer für die Familienzusammenführung in die USA auswandern möchte, der wird in zwei Kategorien eingeteilt. Unmittelbare Verwandte haben dabei bessere Chancen ein Visum zu erhalten als weitere enge Verwandte. Für diese Kategorie gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Visa, weshalb eine frühzeitige Bewerbung Pflicht ist.

Alle Unterlagen müssen sorgfältig ausgefüllt und die nötigen Dokumente (Zeugnisse, polizeiliches Führungszeugnis, Visa-Fotos, finanzielle Nachweise etc.) mit dem Antrag eingereicht werden. Zudem muss eine Gebühr bezahlt, eine ärztliche Untersuchung absolviert und ein Termin für ein persönliches Interview vereinbart werden. Sogar Kinder müssen für ein persönliches Gespräch in der Botschaft erscheinen.

Sobald die Beantragung des Visums erfolgreich war und die Greencard ausgestellt ist, beginnt eine Frist von sechs Monaten. In diesem Zeitraum sollte die Einreise der Auswanderer in die Vereinigten Staaten erfolgen, sonst verliert das Visum seine Gültigkeit.

Die ersten Schritte im neuen Land

Das wichtigste nach der Ankunft in den USA ist eine Anlaufstelle. Entweder war es bereits von Deutschland aus möglich eine geeignete Immobilie zu finden, oder man nimmt sich die Zeit vor Ort, um von einem Hotel oder einer Zwischenmiete aus in Ruhe nach einem passenden Haus oder Appartement zu gucken. Direkt ein Haus zu kaufen sollte gut überlegt werden, schließlich kann es auch passieren, dass die Auswanderung schief geht und das neue Land nicht hält was es verspricht. Es empfiehlt sich daher für den Anfang in eine Miet-Immobilie zu ziehen und dann mit der Zeit zu gucken, welche weiteren Möglichkeiten es gibt.

Vor der Auswanderung das Land kennenlernen

Es empfiehlt sich in jedem Fall vor einer Auswanderung in die USA das Land als Tourist zu erkunden, um zu wissen, worauf man sich einlässt. Auch sollten gründliche Informationen über eine Auswanderung in die USA eingeholt werden wie zum Beispiel hier, um böse Überraschungen im Planungsprozess und vor Ort zu vermeiden. So muss zum Beispiel mit höheren Lebenshaltungskosten als in Deutschland gerechnet werden, worüber sich Auswanderer im Vorfeld klar sein sollten. Auch in der Mentalität gibt es Unterschiede zu Deutschland, die nur über Besuche in den USA vor der Auswanderung und den Austausch mit den Einheimischen spürbar werden.

Die Autorin:

Caren Klein ist eine gebürtige Berlinerin und lebt seit 2012 zusammen mit zwei Kindern und ihrem Ehemann in Salou – einer kleinen Stadt in der Provinz Tarragona in Spanien.

Sie betreibt den beliebten Blog www.auswandern-weltweit.info.

https://www.expat-news.com/32222/panorama_auswandern_expatriates/auswandern-in-die-usa-die-wichtigsten-ersten-schritte/

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