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Die weltweite Terrorgefahr und die Zunahme von Umweltkatastrophen verändern auch das Reiseverhalten der Menschen weltweit. Das haben diverse Studien der letzten Jahre gezeigt. So hat beispielsweise der letzte ADAC Reisemonitor ergeben, dass sich 81 Prozent der Deutschen wegen der Sicherheitslage un der daraus resultierenden Gefahren bei ihren Fernreisen einschränken. Bei Reisen in gefährdete europäische Länder, in denen es zu Anschlägen kam, verzichtet ebenfalls jeder zweite Deutsche, wie die Grafik von Statista zeigt.

Infografik: Terror dämpft Reiselust der Deutschen | Statista

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Bereits zum fünften Mal hat zudem IPK International im Februar 2018 eine Sonderbefragung zum Einfluss der Terrorgefahr auf das internationale Reiseverhalten durchgeführt. Die Studie ergab, dass für 37 Prozent der internationalen Reisenden die jüngsten Unruhen und Terrorwarnungen einen Einfluss auf ihre Reisepläne für 2018 haben werden, verglichen mit 41 Prozent im Oktober 2017. Auf die Frage welche Art von Einfluss die momentane Lage auf das Reiseverhalten haben könnte, gaben 24 Prozent an, dass sie zwar weiterhin ins Ausland reisen, jedoch nur zu Zielen, welche sie als „sicher“ wahrnehmen.

Immerhin: Für einige Reiseziele hat sich das Sicherheitsimage verbessert und sie werden im Vergleich zum Oktober 2017 als etwas „sicherer“ eingestuft. Dies gilt zum Beispiel für ein paar der wichtigsten Destinationen wie Spanien, USA, Deutschland und Großbritannien.

Ein weiteres Ergebnis der Studie über Reisetrends 2017/2018: Die Zahl der Auslandsreisen insgesamt ist weltweit um 6,5 Prozent gestiegen und erreichte in 2017 fast 1,2 Milliarden internationale Reisen.

Per App frühzeitig über potenzielle und reale Gefahren informiert sein

Betrachtet man die Weltkarte unter dem Gesichtspunkt der Gefahren, so gibt es nur wenige Regionen, die sich buchstäblich im „grünen“-Bereich befinden. Die Schweiz gehört beispielsweise dazu. Das Tübinger Unternehmen A3M hat ein Warnsystem mit entsprechenden Travel Alerts entwickelt, das nahezu in Echtzeit darstellt, an welchen Orten der Welt Gefahr für Auswanderer, Expats und Reisende droht.

Das Unternehmen monitorte bislang vor allem Krisen für große Veranstalter wie TUI, Thomas Cook, FTI, Dertour sowie für international tätige Unternehmen – von Kärcher und Tchibo bis zu Zalando und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR. Der Deutsche ReiseVerband (DRV) hat A3M Global Monitoring zum Branchenstandard ernannt.

Bereits seit Sommer 2017 gibt es eine Sicherheits-App für Geschäftsreisende. Unternehmen, die bereits Kunden bei A3M sind, können diese ihren im Ausland tätigen Mitarbeitern sowie deren Angehörigen zur Verfügung stellen. Seit Februar 2018 gibt es nun auch eine Version für Privatkunden – sowohl für iPhone als auch Android.Gefahren

Expats, Auswanderer und Vielreisende können sich die hilfreiche App völlig unabhängig von ihrem Arbeitgeber herunterladen. Bei Unternehmen waren es bislang vor allem die Travel Manager, welche die Alerts nutzen, um Mitarbeiter im Ausland vor aktuellen Risiken zu warnen. Zu den überwachten Gefahren gehören Naturkatastrophen, Streiks, Großdemos, Epidemien.

Seine Infos bezieht das Unternehmen A3M aus rund 500 Quellen, darunter Nachrichtenagenturen wie dpa, aber auch das Auswärtige Amt, Tsunami Center, Hurrikan Center und viele mehr. Auch soziale Medien werden intensiv beobachtet, um potenzielle Gefahren zu ermitteln. Dort checkt das Redaktionsteam die Quellen allerdings immer nochmal gegen über offizielle Quellen. Auch Wetterstationen und medizinische Institute ebenso wie geophysikalische Messwarten werden akribisch im Drei-Schicht-System von den Mitarbeitern ausgewertet. Bis zu 1.000 einzelne Informationen kommen auf diese Weise täglich zusammen, aus denen A3M wiederum etwa 50 aktuelle Warnhinweise pro Tag für die Anwender extrahiert.

Warnungen vor Gefahren in Echtzeit aufs Smartphone

Wie funktioniert die Anwendung konkret? Mit Hilfe von GPS ortet die App den Nutzer und schickt dann Alerts (Warnungen) für seinen voreingestellten Radius.

Dabei bieten vor allem folgende Module einen sicherheitsrelevanten Mehrwert:

Travel Alerts: Darrüber werden sicherheitsrelevante Informationen beziehungsweise Ereignisse über ein 24/7-Monitoringsystem bereitgestellt. Zudem erfolgen eine Bewertung der Informationen und eine Georeferenzierung (Verortung).

Travel Tracking: Es werden unternehmensspezifischen Reise- und Buchungsdaten sowie Geodaten (z.B. GPS) zur Verfügung gestellt.

Warnsystem: Erstellt werden Warnregeln für den automatischen Versand von Travel Alerts via E-Mail und SMS.

Zielgebiete: Die Anwendung stellt die kundenspezifischen geografischen Gebiete dar.

IMS (Information Management System): Es werden eigenständig unternehmensspezifische Ereignis- und Krisenberichte erstellt.

Ein eigenes Modul erstellt Lagepläne bei Krisen.

Die App ist für den ersten Monat ist prinzipiell kostenfrei. Danach gibt es verschiedene Modelle wie etwa 1,99 Euro für drei Tage Nutzung oder 19,99 Euro für ein Jahresabo. „Damit können sich Nutzer für kleines Geld einen wertvollen Schutzengel zulegen“, sagt Marcel Brandt, General Manager bei A3M.

Das Unternehmen hat darüber hinaus noch einen Tipp für ganz besonders risikobewusste Reisende: „Maximale Sicherheit bringt Urlaubern die klassische Pauschalreise der namhaften Veranstalter wie TUI, Thomas Cook, Dertour oder FTI“, so A3M-Geschäftsführer Tom Dillon. „Sie sind in puncto Krise optimal aufgestellt und verfügen laufend über die aktuellsten Informationen.“

https://www.expat-news.com/34682/panorama_auswandern_expatriates/schutzengel-auf-reisen-global-monitoring-app-informiert-expats-und-auswanderer-ueber-gefahren/

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